- Gesprochen: Pank
Punk im Spiegel der Presse 1975-82

Zeitungen und Zeitschriften spiegeln gesellschaftliche Ereignisse und Phänomene wider und so griffen sie auch schon sehr früh das Thema Punk auf. Die Ausstellung konzentriert sich auf Artikel aus der Hochzeit des Punks von 1975 bis 1984.

Anhand von zahlreichen Beispielen aus den Ursprungsländern des Punks, England und Amerika, sowie schweizer, französischen, ost- und westdeutschen Berichten wird deutlich, wie verschieden in den jeweiligen Ländern über Punk berichtet wurde. In der Paris Match wird alles ins Französische übersetzt: So wird aus Jonny Rotten "Johnny le Pourri" , aus Punk "peunque". Das ostdeutsche Blatt „Die Trommel“ liefert gleich eine Anleitung mit, wie man denn Punk richtig ausspricht. In Amerika wird reflektierend, kritisch und über den eigenen Tellerrand schauend berichtet, während die deutsche Bravo dies skandalheischend und einheimische Bands ausblendend tut. Dass letztere schon bald „Modetips für irre Partys“ gibt, veranschaulicht, wie sich die Berichterstattung im Laufe der Zeit ändert. Auch die begriffliche Vielfalt kommt zu tage, wenn beispielsweise Punk mal als zweite oder dritte Generation des Rock´n´rolls eingeordnet wird. Zeitliche Verschiebungen werden aufgezeigt: Während die deutschen Feuilletons zum ersten Mal über Punk schreiben, berichtet zeitgleich die New York Times, dass Punk zur Touristenattraktion verkommen ist.

Die Ausstellung wird von kurzen Texten begleitet, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten, Entwicklungen und Brüche zusammenfassen sowie auch auf Bereiche hinweisen, die gänzlich nicht von den Zeitungen thematisiert wurden.


12:00-19:00 Caricatura
(im Kulturbahnhof)
Bahnhofsplatz 1
Kassel
Programmübersicht

Musik
Panel
Vortrag
Film
Ausstellung
Messe

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