Rocket From The Tombs (RFTT)
sind so etwas wie der Missing Link zwischen den unzähligen
obskuren 60´s-Garagebands, Velvet Underground, The
Stooges, MC 5 auf der einen Seite und dem klassischem Punkrock-Sound,
der Mitte der 70er Jahre in den USA entstand. 1974 von David Thomas
a.k.a. Crocus Behemoth in der Industriestadt Cleveland, Ohio, gegründet,
war die klassische Besetzung mit Cheetah
Chrome, Craig Bell,
Johnny Blitz und Peter Laughner am produktivsten.
Sie mischten krachigen Freeform-Avantgarde-Rock mit brutalem, simplen
Proto-Punk und schrieben dazu ätzend nihilistische Texte, gegen
die Velvet Underground und die Stooges beinahe harmlos klangen. RFTT
löste sich nach weniger als zwei Jahren auf, ohne Platten veröffentlicht
zu haben. Ihr Repertoire wurde aber von den beteiligten Musikern als
Steinbruch genutzt: RFTT-Stücke tauchten im Programm von Pere
Ubu, Dead Boys und den Saucers auf und wurden auch
im Studio eingespielt.
Eine 2002 erschienene Retrospektiv-CD der Band war Anlass für
die verbliebenen Mitglieder, auch live wieder aktiv zu werden, wobei
Television-Gitarrist Richard Lloyd den verstorbenen Laughner
ersetzte. Die US-Presse feierte die Band nach ersten Auftritten als
vergessenes Juwel der Rock & Roll-Geschichte. Nach diesem Erfolg
spielte die aktuelle RFTT-Besetzung, zu der auch Pere-Ubu-Schlagzeuger
Steve Mehlman zählt, alte Songs unter dem Titel Rocket
Redux noch einmal neu ein.
Rocket From The Tombs sind erstmals in Europa und exklusiv
beim Punk! Kongress zu sehen. mehr...
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Rocket
from the Tombs
Richard Lloyd, Craig Bell, David Thomas,
Steve Mehlman, Cheetah Chrome
Photo: © 2003 John Nikolai |
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Rocket From The Tombs
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